Bei einem ETF achten viele Anleger zuerst auf Index, Kosten und Wertentwicklung. Beim anschließenden Kauf wird dagegen häufig nur auf den angezeigten Kurs geschaut und sofort auf „Kaufen“ geklickt.
Dabei können Handelszeit, Börsenplatz, Spread und Ordertyp den tatsächlichen Kaufpreis beeinflussen. Wer einen ETF richtig kaufen möchte, muss deshalb kein Börsenprofi werden. Einige einfache Regeln helfen jedoch, unnötige Kosten und überraschende Ausführungspreise zu vermeiden.
Börsenkurs und Fondswert sind nicht dasselbe
Ein ETF besitzt einen wirtschaftlichen Wert, der sich aus den enthaltenen Wertpapieren abzüglich der Verbindlichkeiten des Fonds ergibt. Dieser Wert wird als Nettoinventarwert bezeichnet.
Während des Börsenhandels entsteht zusätzlich ein Marktpreis. Er richtet sich danach, zu welchen Preisen Anleger und Handelspartner aktuell kaufen oder verkaufen wollen.
Beide Werte liegen normalerweise eng beieinander. Sie müssen aber nicht jederzeit identisch sein.
Abweichungen können unter anderem entstehen durch:
- unterschiedliche Handelszeiten der enthaltenen Aktienmärkte
- schnelle Kursbewegungen
- geringe Handelsaktivität
- Unsicherheit über aktuelle Marktpreise
- Wechselkursschwankungen
- außergewöhnliche Börsenereignisse
Ein angezeigter ETF Kurs ist deshalb keine feste Preisgarantie. Entscheidend ist der Kurs, zu dem die Order tatsächlich ausgeführt wird.
Geldkurs, Briefkurs und Spread
Für ein Wertpapier werden üblicherweise zwei Preise angezeigt.
Geldkurs
Der Geldkurs ist der Preis, zu dem Marktteilnehmer bereit sind, ETF Anteile zu kaufen. Zu diesem Kurs kann ein Anleger grundsätzlich verkaufen.
Briefkurs
Der Briefkurs ist der Preis, zu dem Marktteilnehmer ETF Anteile anbieten. Zu diesem Kurs kann ein Anleger grundsätzlich kaufen.
Spread
Die Differenz zwischen Geldkurs und Briefkurs wird Spread genannt.
Ein vereinfachtes Beispiel:
- Geldkurs: 99,90 Euro
- Briefkurs: 100,10 Euro
- Spread: 0,20 Euro je Anteil
Wer zu 100,10 Euro kauft und unmittelbar wieder zu 99,90 Euro verkauft, verliert allein durch den Spread 0,20 Euro je Anteil. Kursbewegungen, Gebühren und Steuern sind dabei noch nicht berücksichtigt.
Der Spread ist damit eine indirekte Handelskostenposition. Er wird normalerweise nicht separat vom Konto abgebucht, sondern steckt im Kauf und Verkaufspreis.
Warum sich der Spread verändert
Der Spread eines ETF ist nicht den ganzen Tag gleich.
Er kann enger sein, wenn:
- viele Marktteilnehmer aktiv sind
- die enthaltenen Wertpapiere gleichzeitig gehandelt werden
- die Kurse der zugrunde liegenden Märkte gut feststellbar sind
- die Börsen ruhig und liquide sind
- mehrere Handelspartner miteinander konkurrieren
Er kann breiter werden, wenn:
- wichtige Heimatbörsen noch geschlossen sind
- Märkte außergewöhnlich stark schwanken
- aktuelle Preise schwer einzuschätzen sind
- nur wenige Kauf und Verkaufsangebote vorliegen
- außerhalb der üblichen Haupthandelszeiten gehandelt wird
Ein liquider ETF kann daher zu einer ungünstigen Uhrzeit vorübergehend einen größeren Spread aufweisen. Umgekehrt muss ein ETF mit geringerem Börsenumsatz nicht automatisch schlecht handelbar sein, wenn die enthaltenen Wertpapiere liquide sind und Handelspartner verlässliche Preise stellen.
ETF richtig kaufen: Welche Handelszeit sinnvoll sein kann
Xetra ist der zentrale elektronische Handelsplatz der Deutschen Börse für Aktien, ETF und weitere börsengehandelte Produkte. Der reguläre Handel läuft grundsätzlich von 9.00 bis 17.30 Uhr.
Dass ein Handelsplatz geöffnet ist, bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jeder Zeitpunkt gleich günstig ist.
Bei einem ETF auf europäische Aktien ist die Preisfindung meist leichter, wenn auch die maßgeblichen europäischen Börsen geöffnet sind.
Bei einem ETF auf amerikanische Aktien kann der Handel häufig liquider werden, sobald zusätzlich die Börsen in den USA geöffnet sind. Aufgrund der unterschiedlichen Sommerzeitregelungen kann sich die europäische Uhrzeit der US Börsenöffnung vorübergehend verschieben.
Bei einem breit gestreuten Welt ETF sind verschiedene Zeitzonen beteiligt. Ein Teil der enthaltenen Märkte kann bereits geschlossen sein, während andere noch gar nicht geöffnet haben.
Eine universell beste Uhrzeit gibt es deshalb nicht. Als praktische Orientierung gilt:
- nicht unmittelbar in hektischen Eröffnungsphasen handeln
- auf die Öffnungszeiten wichtiger Heimatmärkte achten
- nach Möglichkeit während regulärer Haupthandelszeiten kaufen
- bei außergewöhnlichen Marktbewegungen besonders vorsichtig sein
- vor der Order den aktuellen Spread prüfen
Für einen langfristigen Anleger ist eine Abweichung von wenigen Cent selten entscheidend. Bei größeren Anlagebeträgen oder häufigem Handel können sich kleine Preisunterschiede jedoch summieren.
Der Börsenplatz kann einen Unterschied machen
Viele ETF sind an mehreren Börsenplätzen und außerbörslichen Handelsplätzen verfügbar. Dort können gleichzeitig unterschiedliche Geld und Briefkurse angezeigt werden.
Beim Vergleich sollten nicht nur die ausgewiesenen Ordergebühren betrachtet werden.
Wichtig sind auch:
- aktueller Geldkurs
- aktueller Briefkurs
- Spread
- verfügbare Stückzahl
- Handelszeit
- Börsenentgelt
- mögliche Rückvergütungen des Brokers
- Regeln zur Preisfeststellung
- Qualität der Ausführung
Ein Handelsplatz ohne sichtbares Börsenentgelt muss nicht insgesamt günstiger sein. Ein ungünstigerer Ausführungskurs kann eine eingesparte Gebühr übersteigen.
Ein vereinfachtes Beispiel
Ein Anleger möchte 200 ETF Anteile kaufen.
| Handelsplatz A | Handelsplatz B | |
|---|---|---|
| Briefkurs | 100,00 Euro | 100,08 Euro |
| Wert der Order | 20.000 Euro | 20.016 Euro |
| Ausgewiesene Kosten | 10 Euro | 0 Euro |
| Gesamter Mittelabfluss | 20.010 Euro | 20.016 Euro |
In diesem Beispiel ist der Handelsplatz mit der sichtbaren Gebühr insgesamt um sechs Euro günstiger.
Das Beispiel zeigt: „Kostenloser Handel“ bedeutet nicht automatisch günstigste Ausführung.
Fakt ist: Der wirtschaftliche Kaufpreis besteht nicht nur aus der ausgewiesenen Ordergebühr.
Einordnung: Spread, Ausführungskurs und Börsenentgelt können wichtiger sein als eine kleine Gebührenersparnis.
Mögliche Schlussfolgerung: Vor größeren Orders sollten mindestens Briefkurs, Spread und Gesamtkosten mehrerer verfügbarer Handelsplätze verglichen werden.
Was eine Market Order bedeutet
Bei einer Market Order, häufig auch als unlimitierte Order bezeichnet, wird kein maximaler Kaufpreis festgelegt.
Die Order soll möglichst schnell zu den aktuell verfügbaren Preisen ausgeführt werden.
Das kann bei einem sehr liquiden ETF und einer kleinen Order unproblematisch erscheinen. Der endgültige Preis steht bei der Aufgabe der Order jedoch nicht fest.
Bewegt sich der Markt schnell oder reicht die angebotene Stückzahl zum besten Briefkurs nicht aus, können Teile der Order zu höheren Preisen ausgeführt werden.
Dieses Risiko wird häufig als Slippage bezeichnet. Gemeint ist die Abweichung zwischen dem erwarteten und dem tatsächlichen Ausführungspreis.
Eine Market Order priorisiert somit die Ausführung, nicht den Preis.
Wie eine Limit Order schützt
Bei einer Kauforder mit Limit legt der Anleger den höchsten Preis fest, den er je Anteil zahlen möchte.
Beispiel:
- aktueller Briefkurs: 100,10 Euro
- Kauflimit: 100,15 Euro
Die Order darf zu 100,15 Euro oder günstiger ausgeführt werden. Steigt der verfügbare Verkaufspreis darüber, findet zunächst kein Kauf statt.
Bei einem Verkauf funktioniert das Limit umgekehrt. Es bestimmt den niedrigsten akzeptierten Verkaufspreis.
Ein Limit kann vor einem überraschend ungünstigen Kurs schützen. Es besitzt aber eine Grenze: Die Order wird möglicherweise nur teilweise oder gar nicht ausgeführt.
Ein extrem knappes Limit kann dazu führen, dass der gewünschte ETF nicht gekauft wird, obwohl sich der Markt später deutlich nach oben bewegt.
Das Ziel ist daher nicht, mit jedem Limit einige Cent „herauszuhandeln“. Das Limit setzt eine Preisgrenze, die zum aktuellen Markt und zur eigenen Entscheidung passt.
Wie das Kauflimit festgelegt werden kann
Ein Limit sollte nicht willkürlich vom letzten angezeigten Kurs übernommen werden.
Der letzte Börsenkurs zeigt lediglich, zu welchem Preis das vorherige Geschäft zustande kam. Dieser Handel kann bereits einige Zeit zurückliegen. Inzwischen können sich Geld und Briefkurs verändert haben.
Für einen geplanten Kauf sind vor allem relevant:
- aktueller Briefkurs
- aktuelle Stückzahl auf der Verkaufsseite
- aktuelle Marktbewegung
- Abstand zwischen Geld und Briefkurs
- gewünschte Gültigkeitsdauer der Order
Liegt der Briefkurs bei 100,10 Euro, kann ein Limit knapp darüber eine zeitnahe Ausführung ermöglichen und gleichzeitig eine klare Preisgrenze setzen. Eine Garantie besteht nicht.
Bei stark schwankenden Märkten kann sich der Briefkurs bereits während der Ordereingabe verändern.
Tagesgültig oder länger gültig?
Eine Order kann je nach Broker und Handelsplatz für unterschiedliche Zeiträume aufgegeben werden.
Tagesgültige Order
Die Order gilt nur für den aktuellen Handelstag. Wird sie nicht ausgeführt, verfällt sie automatisch.
Länger gültige Order
Die Order bleibt bis zu einem festgelegten Termin oder bis zum Widerruf bestehen.
Eine länger gültige Limit Order kann sinnvoll sein, wenn nur zu einem bestimmten Höchstpreis gekauft werden soll. Sie sollte aber nicht vergessen werden.
Verändert sich die persönliche Planung oder gibt es neue Informationen, kann ein altes Limit später unerwartet zur Ausführung kommen.
Offene Orders sollten deshalb regelmäßig kontrolliert werden.
Warum Stop Orders für langfristige ETF Anleger problematisch sein können
Mit einer Stop Order soll nach dem Erreichen eines festgelegten Kurses eine Kauf oder Verkaufsorder ausgelöst werden.
Bei einem Stop Loss Verkauf wird häufig angenommen, der festgelegte Stop Kurs garantiere den Verkaufspreis. Das ist nicht zwingend der Fall. Nach Aktivierung kann eine unlimitierte Verkaufsorder entstehen, die zum nächsten verfügbaren Kurs ausgeführt wird.
Bei schnellen Kursverlusten kann dieser Preis erheblich unter dem Stop Kurs liegen.
Für langfristig orientierte Anleger entstehen weitere Risiken:
- ein kurzer Kurseinbruch löst einen Verkauf aus
- die anschließende Erholung wird verpasst
- Wiedereinstieg und neues Timing werden notwendig
- Steuern und Handelskosten können entstehen
- langfristige Strategie wird durch kurzfristige Kurse ersetzt
Eine Stop Order ist deshalb kein automatischer Schutz vor jedem Verlust. Ihre genaue Funktionsweise muss vor der Verwendung verstanden werden.
Große Orders können mehrere Ausführungen erhalten
Im elektronischen Handel werden Kauf und Verkaufsorders in einem Orderbuch gegenübergestellt. Dabei gilt auf Xetra grundsätzlich Preis vor Zeit. Bei gleichem Preis wird die früher eingegangene Order zuerst berücksichtigt.
Möchte ein Anleger mehr Anteile kaufen, als zum besten Briefkurs angeboten werden, kann die Order auf mehrere Preisstufen treffen.
Beispiel:
- 100 Anteile zu 50,00 Euro
- weitere 150 Anteile zu 50,05 Euro
- weitere 300 Anteile zu 50,10 Euro
Eine unlimitierte Kauforder über 400 Anteile könnte in diesem vereinfachten Orderbuch zu verschiedenen Kursen ausgeführt werden.
Ein Limit begrenzt den maximal akzeptierten Preis. Bei größeren Summen kann außerdem eine Aufteilung der Order sinnvoll sein. Dadurch können jedoch zusätzliche Gebühren entstehen und der Markt kann sich zwischen den Käufen bewegen.
Sparplan und Einzelkauf unterscheiden sich
Bei einem ETF Sparplan legt der Anleger üblicherweise Betrag, Intervall und Ausführungstag fest. Den konkreten Ausführungszeitpunkt sowie den Handelsplatz bestimmt häufig der Broker nach seinen Bedingungen.
Der Anleger hat damit weniger Kontrolle über:
- genaue Uhrzeit
- Börsenplatz
- kurzfristigen Ausführungskurs
- verwendeten Ordertyp
Dafür ermöglicht der Sparplan regelmäßige Käufe ohne fortlaufende Einzelentscheidungen. Bei langfristigem Vermögensaufbau kann diese Einfachheit wichtiger sein als die Optimierung jedes einzelnen Kaufs.
Zu prüfen sind dennoch:
- Ausführungsentgelt
- möglicher Ausgabeaufschlag
- verwendeter Handelsplatz
- Umgang mit Bruchstücken
- Verkaufsbedingungen für Bruchstücke
- Änderungen der Sparplankonditionen
Ein kostenloser Sparplan garantiert ebenfalls keinen bestimmten Börsenkurs.
Der Stückpreis sagt nichts über die Attraktivität des ETF aus
Ein ETF Anteil für 20 Euro ist nicht automatisch günstiger bewertet als ein Anteil für 200 Euro.
Der Stückpreis ergibt sich unter anderem aus:
- dem Wert des Fondsvermögens
- der Zahl ausgegebener Anteile
- der Entwicklung des zugrunde liegenden Index
- früheren Anteilsteilungen
Für die wirtschaftliche Bewertung ist entscheidend, welche Wertpapiere der ETF enthält und wie hoch der anteilige Fondswert ist. Ein niedriger Stückpreis allein macht einen ETF weder günstig noch teuer.
Bei kleinen Anlagebeträgen kann der Stückpreis praktisch relevant sein, wenn der Broker keine Bruchstücke außerhalb eines Sparplans anbietet. Das ist jedoch eine Frage der Handelbarkeit, nicht der Bewertung.
Währungsangabe und Währungsrisiko nicht verwechseln
Ein ETF kann in Euro gehandelt werden und trotzdem erhebliche Fremdwährungsrisiken enthalten.
Entscheidend sind die Währungen und Geschäftsaktivitäten der enthaltenen Unternehmen sowie eine mögliche Währungsabsicherung des Fonds. Die Handelswährung am Börsenplatz verändert die zugrunde liegenden wirtschaftlichen Risiken nicht automatisch.
Der Kauf eines Welt ETF in Euro beseitigt daher nicht das Währungsrisiko der enthaltenen ausländischen Anlagen.
Umgekehrt entsteht nicht allein deshalb ein zusätzliches wirtschaftliches Währungsrisiko, weil derselbe ETF an einem Handelsplatz in US Dollar notiert. Allerdings können Umrechnungsgebühren des Brokers anfallen.
Typische Fehler beim ETF Kauf
Unlimitiert außerhalb der Haupthandelszeit kaufen
Ein breiterer Spread oder eine geringere Markttiefe kann zu einem ungünstigeren Ausführungspreis führen.
Nur auf die Ordergebühr schauen
Ein schlechterer Briefkurs kann die eingesparte Gebühr übersteigen.
Den letzten Kurs mit dem aktuellen Kaufpreis verwechseln
Für den Kauf ist der aktuelle Briefkurs wichtiger als ein möglicherweise älterer letzter Umsatz.
Ein unrealistisch niedriges Limit setzen
Dann bleibt die Order unausgeführt, obwohl die grundsätzliche Anlageentscheidung richtig gewesen sein könnte.
Das Limit zu großzügig wählen
Ein sehr weit entferntes Limit bietet kaum Schutz vor einem überraschenden Kurssprung.
Eine offene Order vergessen
Eine länger gültige Order kann später ausgeführt werden, obwohl das Geld inzwischen anders eingeplant wurde.
Kleine Preisunterschiede überbewerten
Wer wegen weniger Cent monatelang nicht investiert, kann größere Marktbewegungen verpassen. Handelsoptimierung darf die langfristige Strategie nicht ersetzen.
Den falschen ETF günstig kaufen
Ein guter Ausführungskurs macht aus einem ungeeigneten, teuren oder schlecht gestreuten ETF keine passende Anlage.
Eine praktische Checkliste vor dem Kauf
Vor dem Absenden der Order helfen diese Fragen:
- Ist es tatsächlich der gewünschte ETF mit der richtigen ISIN?
- Passt der ETF zum Anlageziel und zur Risikobereitschaft?
- Ist der wichtige Heimatmarkt der enthaltenen Wertpapiere geöffnet?
- Wie hoch sind aktueller Geldkurs und Briefkurs?
- Ist der Spread auffällig groß?
- Welche Gesamtkosten entstehen am gewählten Handelsplatz?
- Soll die Order mit einem Limit versehen werden?
- Wie lange soll die Order gültig bleiben?
- Reicht die angezeigte Stückzahl zum gewünschten Preis?
- Bestehen noch andere offene Orders?
- Wird das Geld langfristig nicht für andere Zwecke benötigt?
- Passt der Kauf zur geplanten Vermögensaufteilung?
Wer einen ETF richtig kaufen möchte, muss nicht den perfekten Sekundenkurs treffen. Langfristig sind Auswahl, Streuung, Kosten, Risikostruktur und Anlagedauer wichtiger als kleine tägliche Kursschwankungen.
Trotzdem lohnt ein sauberer Kaufprozess. Ein verständliches Limit, ein angemessener Handelszeitpunkt und der Blick auf den Spread schützen vor vermeidbaren Überraschungen. Beraten heißt hier nicht, den Markt vorherzusagen, sondern Fehlkäufe und unnötige Handelskosten zu verhindern.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt keine individuelle Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar.