Nachhaltige Fonds – Verantwortungsvolle Anlage oder Greenwashing?

24. Januar 2022 in Altersvorsorge, Investmentfonds

Nachhaltige Geldanlage, zum Beispiel in Investmentfonds, ist eine sinnvolle und verantwortungsvolle Möglichkeit, Geld anzulegen.

Um eine Geldanlage als nachhaltig zu klassifizieren, werden die sogenannten ESG-Kriterien herangezogen.

Als ESG werden Ereignisse oder Bedingungen aus den drei Bereichen Umwelt (Environment), Soziales (Social) und
Unternehmensführung (Governance) bezeichnet, deren Eintreten Auswirkungen auf den Wert der Investition bzw. Anlage haben könnten.

Aber Achtung!
Nicht jeder Fonds, der sich selbst als ESG-konform bezeichnet, erfüllt die o. g. Kriterien auch wirklich.

Überspitzt, aber nicht ganz unwahr, hat das der Komiker Johann König aufbereitet:

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Wenn Sie sich einen Überblick über möglicherweise geeignete Fonds verschaffen möchten, habe ich noch eine interessante Website gefunden: Nachhaltigkeitsprofile

 

 

Die Deutschen sparen viel, aber falsch

5. Januar 2022 in Altersvorsorge

Die Deutschen sparen gerne und viel.
Die Sparquote der privaten Haushalte lag im Jahr 2020 bei 16%.
Die Sparquote ist der Teil des Nettoeinkommens, der nicht dem Konsum dient.
Wirtschaftsexperten gehen für das Jahr 2020 von einem pandemiebedingten Sondereffekt aus. Die durchschnittliche Sparquote der letzten zehn Jahre lag bei rund 10%. Im Durchschnitt legt also jeder private Haushalt 10% des Nettoeinkommens bei Seite.
Insgesamt haben die Deutschen privaten Haushalte 6,6 Billionen Euro Geldvermögen auf die hohe Kante gelegt.

Sieht man sich genauer an, wie die Deutschen ihr Geldvermögen anlegen, reibt man sich verwundert die Augen.
40% des Geldvermögens liegt in kaum oder nicht verzinsten Spareinlagen, Tagesgeldern, Festgeldkonten etc.
Bei einem Zins von 0 und einer Inflationsrate von 6% nimmt das Geldvermögen also jährlich um 6% ab.
Mit 21% folgen klassische Lebens- und Rentenversicherungen.
12% des Geldvermögens sind in Rentenpapieren, Zertifikaten und Beteiligungen investiert.
Lediglich 7% des Geldvermögens liegen in Aktien, 9% in Fondspolicen und 11% direkt in Fonds. Wie hoch der Anteil der Aktienfonds an den Fondspolicen und Fonds ist, geht aus den mir vorliegenden Quellen leider nicht hervor.

Auch die Generation der 14 bis 25 Jährigen (Generation Z) ist bei der Geldanlage eher konservativ.
Lediglich 12% des Geldvermögens liegen in Aktien und Fonds.
Dafür ist die Sparquote mit 29% fast dreimal so hoch wie im Durchschnitt der privaten Haushalte.
Positiv ist weiterhin zu bewerten, dass 85% der 14 bis 25 Jährigen regelmäßig sparen. 62% finden Sparen wichtiger als Konsum.
Traurig macht jedoch, dass 60% der Angehörigen der Generation Z den Begriff „Rendite“ nicht erklären können. 40% wissen nicht, was Inflation ist.

Quellen:
Basler Lebensversicherung, Statista, Deutsche Bundesbank, DDV, DZ Bank, GDV, Welt, Deutsche Bank

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Die Angstsparer aus der Generation Z

von Frank Stocker, Finanzredakteur „Welt“
veröffentlicht am 09.08.2019