Studie zeigt: TÜV-Siegel unzureichend

21. Januar 2010 in Pressespiegel

Auf ihrer heutigen Pressekonferenz stellten die Unternehmen „DVR Die Versicherungs- und Rentenberater AG“, „VERS Versicherungsberater-Gesellschaft mbH“ und „TÜg Technische Überwachungsgemeinschaft GmbH“ das Ergebnis ihrer in Auftrag gegebenen Studie über die „TÜV-geprüfte Finanzberatung“ vor. Der Verfasser, Finanzmathematiker und Fachbuchautor Werner Siepe, stellt darin eine unzureichende Prüfung der Beratungs- und Servicequalitäten sowie Mängel bei den bisherigen Zertifizierungen fest. Laut dem Gutachten treten die Konzerne TÜV Süd, TÜV Nord, TÜV Rheinland und TÜV Saarland eher als externe Marketingagenturen der geprüften Finanzdienstleister auf als als neutrale Bewerter im Auftrag der Verbraucher. Nach Ansicht namhafter Rechtsanwälte würden Haftungsrisiken sowohl für die Verwender der TÜV-Siegel als auch für die Töchter der TÜV-Konzerne selbst bestehen.

Aufgrund des Ergebnisses fordern die Unternehmen „DVR AG“, „VERS Versicherungsberater-Gesellschaft“ und „TÜg“ eine grundlegende Revision der bisherigen Zertifizierungspraxis. Einen „Finanz-TÜV“ nach Art der TÜV-Konzerne lehnen sie ab, da sich die bisher erteilten TÜV-Siegel als Riskant für Anleger und Versicherungskunden erweisen könnten. Die vollständige 66-seitige Studie „TÜV-geprüfte Finanzberatung“ kann bei Interesse über dolejar@dvrag.de angefordert werden.

Quelle: experten-netzwerk GmbH, 20.01.2010
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