Kosten sind sicher. Rendite ist mächtiger.

13. August 2025 in Altersvorsorge, Newsletter, Vermögensanlage

Viele Debatten über fondsgebundene Lebensversicherungen (FLV) kreisen um Effektivkosten und 0-%-Rechnungen. Das greift zu kurz. Entscheidend für das Ergebnis nach 20, 30 oder 40 Jahren ist die erzielte Nettorendite – also das, was nach allen Kosten und der tatsächlichen Anlagestrategie im Vertrag ankommt.

Was heißt das konkret?
– Kosten sind wichtig – aber nur im Verhältnis zum Gegenwert: Fondsqualität, Strategie, Rebalancing-Regeln, sinnvolle Optionen, Service.
– 0-%-Modellrechnungen sagen wenig über die Eignung einer Fondspalette aus. Sie sind Rechenpapier, keine Strategie.
– Verhalten schlägt Gebührenliste: Wer diszipliniert investiert und nicht prozyklisch umschichtet, holt meist mehr heraus als jemand, der nur die billigste Preisspalte wählt.

Praxisbeispiel: 0,3 % mehr Rendite – spürbarer Unterschied
Annahme: 300 € monatlich, Laufzeit 30 Jahre. Vergleich zweier FLV-Lösungen (Nettorendite = nach allen Kosten).

• Variante A (günstiger, einfach): Nettorendite 5,0 % p. a. → Ablaufwert ≈ 249.678 €
• Variante B (teurer, bessere Fonds-/Strategiewahl): Nettorendite 5,3 % p. a. → Ablaufwert ≈ 263.996 €

Ergebnis: Schon +0,3 % p. a. mehr Nettorendite liefern nach 30 Jahren rund 14.300 € zusätzlich – trotz höherer Kosten.
Zum Einordnen: Selbst wenn Variante B z. B. 2,5 % höhere Abschlusskosten auf die Beitragssumme hätte (bei 108.000 € Beiträgen sind das +2.700 €), bliebe der Nettovorsprung mit ca. 11.600 € deutlich positiv.
(Rechenbeispiel; keine Garantie. Ergebnisse hängen von Kapitalmarkt, Produkt und Verhalten ab.)

Woran Sie eine gute FLV erkennen

Fondsauswahl & Prozess: Breite, unabhängige Palette; klare Investmentprozesse; nachvollziehbare Rebalancing-Regeln.

Passung zum Risikoprofil: Strategien (z. B. Weltaktien + Anleihen) müssen zu Zeithorizont und Schwankungstoleranz passen.

Transparente Gesamtkosten: Versicherungsschicht, Fondsebene, Transaktions- und Switchkosten – alles offen ausweisen.

Flexibilität ohne Gebührenfalle: Zuzahlungen, Entnahmen, Beitragsanpassungen; sinnvolle Optionen statt Marketing-Gimmicks.

Disziplin statt Taktik: Seltenes Umschichten, klare Regeln – das schützt vor teuren Verhaltensfehlern.

Betreuung mit Mehrwert: Laufende Portfolio-Checks und saubere Dokumentation. Beratung, die die Strategie sichert, ist Teil der Rendite.

Fazit
Wer nur auf die Preisspalte schaut, übersieht das Wesentliche: Rendite entsteht aus einer passenden, diszipliniert durchgehaltenen Anlagestrategie – Kosten sind der Preis für deren Umsetzung. Bei langen Laufzeiten gewinnen häufig jene Verträge, die eine bessere Nettorendite ermöglichen, selbst wenn sie auf dem Papier teurer sind.

Sie möchten prüfen, welche FLV-Lösung zu Ihrer Risikoneigung, Ihrem Zeithorizont und Ihrer Steuer-/Vorsorgesituation passt? Sprechen Sie mich an – ich erstelle eine transparente Analyse mit klarer Handlungsempfehlung.

Warum eine Basisrente mit ETF nach Steuern oft den reinen ETF-Sparplan überholt

13. August 2025 in Altersvorsorge, Newsletter, Steuern, Vermögensanlage

Wenn Ihr heutiger persönlicher Steuersatz deutlich höher ist als der im Ruhestand, hat die fondsgebundene Basisrente („Rürup“ mit ETF) in der Nachsteuerbetrachtung meist die Nase vorn. Der Grund ist simpel: Sie sparen heute Steuern, lassen das Vermögen steuerfrei wachsen und versteuern später zu einem in der Regel niedrigeren Satz. Ein ETF im Depot muss seine Erträge hingegen laufend (teilweise) versteuern – das bremst den Zinseszinseffekt.

Die drei Hebel der Basisrente
Sofortabzug der Beiträge
Beiträge mindern Ihr zu versteuerndes Einkommen zu 100 % (seit 2023) bis zum Höchstbetrag (2025: 29.344 € p. P.). Dadurch sinkt der Nettoaufwand spürbar.

Steuerfreies Wachstum in der Ansparphase
Im Versicherungsmantel fallen während der Laufzeit weder Abgeltungsteuer noch Vorabpauschale an. Der Zinseszinseffekt bleibt ungebremst.

Nachgelagerte, häufig günstigere Besteuerung
Spätere Rentenzahlungen versteuern Sie mit dem dann gültigen persönlichen Satz. Der zu versteuernde Anteil steigt zwar über die Jahrgänge an, liegt aber oft unter dem heutigen Grenzsteuersatz – dann entsteht ein positiver Steuereffekt.

Praxisbeispiel (realistisch, aber vereinfacht)
Annahmen:

Laufzeit: 20 Jahre

Brutto-Rendite der ETFs: 6 % p. a.

Heutiger Grenzsteuersatz: 35 %

Steuersatz im Ruhestand: 25 %

Aktien-ETF im Depot mit 30 % Teilfreistellung; Sparer-Pauschbetrag bereits anderweitig genutzt

Ziel: Gleicher Nettoaufwand aus der Tasche von 3.900 € pro Jahr

A) ETF-Sparplan im Depot
Einzahlung: 3.900 € p. a.

Wegen laufender Teilbesteuerung der Erträge (Abgeltungsteuer inkl. Soli auf 70 % der Erträge) sinkt die effektive Rendite auf ca. 4,89 % p. a.

Endwert nach 20 Jahren: ca. 127.500 € (bereits „nach Steuerdrag“ aufgebaut)

B) Basisrente mit ETF-Anlage
Bruttobeitrag: 6.000 € p. a.

Sofortige Steuererstattung (35 %): 2.100 €

Nettoaufwand: ebenfalls 3.900 € p. a.

Steuerfreies Wachstum mit 6 % p. a.

Kapital vor Rentenbeginn nach 20 Jahren: ca. 220.700 €

Wird in 20 Jahren (Kohorte 2045) eine Rente gezahlt, ist davon vereinfacht 93,5 % steuerpflichtig. Bei 25 % Steuersatz im Alter ergibt das eine Netto-Äquivalenz von rund 169.100 €.
(Das ist eine Kapital-Daumenregel, die die spätere Besteuerung der Rente in einen vergleichbaren „Nachsteuer-Kapitalwert“ übersetzt.)

Mehrwert der Basisrente gegenüber Depot: ca. +41.600 € bzw. +33 %.

Kernaussage: Gleicher Nettoaufwand heute, aber: sofortiger Steuerbonus + steuerfreies Wachstum – später meist niedrigerer Satz ⇒ in Summe mehr Nettovermögen.

Für wen lohnt sich die Basisrente besonders?
Hoher Grenzsteuersatz heute, voraussichtlich niedrigerer Satz im Ruhestand

Lange Ansparzeit (Zinseszinseffekt ohne Steuerbremse)

Sie können mit lebenslanger Rentenzahlung leben und brauchen keine Kapitalauszahlung

Sie nutzen den Höchstbetrag (2025: 29.344 € p. P.) wenigstens teilweise

Worauf Sie unbedingt achten sollten
Kosten: Abschluss-, Verwaltungs- und Fondskosten niedrig halten. Nur dann kommt der Steuervorteil wirklich bei Ihnen an.

Anlagequalität: Breite, kostengünstige ETF-Bausteine (z. B. Weltaktien, Small Caps, Faktorbeimischungen nach Bedarf).

Rahmenbedingungen der Basisrente: Nicht übertragbar, nicht beleihbar, in der Regel keine Kapitalauszahlung, sondern lebenslange Rente (mit möglichen Hinterbliebenen- oder BU-Optionen).

Flexibilität im Blick behalten: Beiträge sollten anpassbar, Zuzahlungen möglich und die Fondswechsel unkompliziert sein.

Depot nicht vergessen: Sparer-Pauschbetrag, Kirchensteuer und individuelle Realisierungsstrategie können den Depot-Nachteil etwas abmildern, heben ihn bei hohen Einkommen aber meist nicht auf.

Fazit
In der Nachsteuerlogik schlägt die Basisrente mit ETF den ETF-Sparplan, wenn zwei Dinge zusammenkommen:

Ihr heutiger Grenzsteuersatz ist deutlich höher als der im Ruhestand.

Der Versicherungs- und Fondsmantel ist kostengünstig.

Dann profitieren Sie doppelt: Jetzt Steuern sparen, dazwischen steuerfrei wachsen, später günstiger versteuern.

Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Rechnen Sie die Effekte immer mit Ihren persönlichen Parametern (Einkommen, Kirchensteuer, Pauschbeträge, Laufzeit, Zielrentenalter, Kosten) durch. Gern erstelle ich Ihnen auf Wunsch eine individuelle Nachsteuer-Gegenüberstellung.

Sinnvoll vorsorgen – und dabei das Klima schützen? Ja, das geht!

25. Juli 2025 in Altersvorsorge, Newsletter

Wer heute fürs Alter vorsorgt, trifft eine Entscheidung, die über Jahrzehnte wirkt. Nicht nur für die eigene finanzielle Sicherheit, sondern auch für unsere Umwelt. Immer mehr Menschen fragen sich deshalb:

Kann ich mein Geld so anlegen, dass es eine positive Wirkung entfaltet, ohne auf Rendite zu verzichten?

Die Antwort lautet: Ja, mit Impact Investing.

💡 Was ist Impact Investing?

Impact Investing bedeutet: gezielt in Projekte zu investieren, die messbar Gutes bewirken. Zum Beispiel in den Ausbau erneuerbarer Energien, nachhaltiges Bauen oder ressourcenschonende Technologien. Dabei geht es nicht um Spenden oder Verzicht, sondern um echte Investitionen mit einer langfristigen Renditeerwartung.

Im Unterschied zu klassischen ESG-Fonds, die lediglich gewisse Ausschlusskriterien beachten, fließt Dein Geld hier direkt in reale Sachwerte mit Klimanutzen, etwa Windparks, Solarparks oder nachhaltige Wohnprojekte.

🌱 Altersvorsorge mit Wirkung

Ein spezialisierter Anbieter hat bereits seit mehreren Jahren eine etablierte und bewährte Altersvorsorgelösung im Angebot, die genau diesen Ansatz verfolgt: Dein Geld wird nicht in anonyme Börsenwerte investiert, sondern direkt in handverlesene Sachwertprojekte mit ökologischer Wirkung.

Beispiele aus dem Portfolio:

  • Wind- und Solarparks in Europa
  • Nachhaltige Wohnquartiere
  • Energieeffiziente Infrastrukturprojekte

Das bedeutet: Deine Altersvorsorge wird zum Klimaschützer.

🔒 Sicherheit & Flexibilität

Trotz der Fokussierung auf Nachhaltigkeit musst Du bei dieser Lösung nicht auf Sicherheit verzichten. Die Altersvorsorge basiert auf einer seriösen, flexibel besparbaren Anlageform. Auf Wunsch mit lebenslanger Rentenzahlung und Steuervorteil, sowie mit dem guten Gefühl, dass Dein Geld nicht gegen deine Überzeugungen arbeitet, sondern für eine bessere Zukunft.

🧭 Für wen ist das geeignet?

  • Menschen, die Altersvorsorge UND Klimaschutz verbinden möchten
  • Alle, die genug von „Greenwashing-Fonds“ haben und echte Wirkung wollen
  • Ideal auch für Eltern, die für ihre Kinder sinnvoll vorsorgen wollen.

Mein Fazit:

Wer heute verantwortungsvoll vorsorgen will, sollte sich fragen:

„Was macht mein Geld, während ich darauf warte?“

Mit der richtigen Lösung kannst Du dafür sorgen, dass es Klimaschutz möglich macht  und Altersarmut verhindert.

Wenn Du mehr erfahren oder ein persönliches Angebot möchtest, sprich mich gerne an. Ich begleite Dich gern auf Deinem Weg zu einer nachhaltigen, sinnvollen Altersvorsorge.

Fondspolicen: Die clevere Kombination aus Geldanlage, Steuervorteil und Vermögensnachfolge

12. Juli 2025 in Altersvorsorge, Investmentfonds, Newsletter, Vermögensanlage

Wer nicht nur Vermögen aufbauen, sondern es auch steuerlich effizient gestalten und gezielt weitergeben möchte, sollte Fondspolicen als Ergänzung zum klassischen Depot in Betracht ziehen. Diese Versicherungsvarianten bieten gerade vermögenden Anlegern erhebliche Vorteile – von Steuerstundung über Nachfolgeplanung bis hin zur Asset Protection.

Warum Fondspolicen?

Ein klassisches Wertpapierdepot ist für viele Anleger der Standard. Doch eine clevere Alternative bietet sich in Form von Fondspolicen – also fondsgebundenen Lebens- oder Rentenversicherungen. Sie kombinieren Vermögensaufbau mit steuerlichen Vorteilen und flexiblen Gestaltungsoptionen für die Nachfolge.

Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick:

  1. Steuerstundung & Zinseszinseffekt

    • Während der Laufzeit werden Zinsen und Kursgewinne nicht besteuert. Die Besteuerung erfolgt erst bei Auszahlung – das erhöht langfristig die Rendite.

    • Erfüllt der Vertrag die 12/62-Regel (mindestens 12 Jahre Laufzeit, Auszahlung ab 62), wird nur der halbe Gewinn mit dem persönlichen Steuersatz besteuert.

  2. Flexibilität & Kontrolle

    • Bezugsrechte können flexibel vergeben und angepasst werden.

    • Durch Teilübertragungen der Versicherungsnehmereigenschaft (z. B. 99/1-Modell) kann Vermögen zu Lebzeiten weitergegeben werden – ohne vollständige Kontrolle abzugeben.

  3. Nachfolgeplanung & Asset Protection

    • Leistungen im Todesfall sind einkommensteuerfrei.

    • Durch unwiderrufliche Bezugsrechte kann Vermögen auch im Insolvenzfall geschützt und gezielt an Angehörige weitergegeben werden.

  4. Vermögensübertragung außerhalb des Nachlasses

    • Die Versicherungsleistung fällt nicht in den Nachlass, sofern ein Bezugsberechtigter benannt wurde. Das erleichtert die Nachfolgegestaltung erheblich.

  5. Zielgerichtete Auszahlung

    • Mit einer „TermFix“-Klausel kann die Auszahlung zu einem bestimmten Lebensalter oder Anlass des Begünstigten erfolgen – ideal z. B. für Kinder oder Enkelkinder.

Was du beachten solltest

  • Versicherungen verursachen zusätzliche Kosten im Vergleich zum Depot.

  • Das Kapital gehört formal der Versicherung – der Versicherungsnehmer hat eine Forderung.

  • Das Pflichtteilsrecht bleibt bestehen – es kann nicht umgangen werden.

  • Besonders interessant: Versicherer im Ausland (z. B. Liechtenstein) bieten oft größere Gestaltungsfreiheit bei der Vertragsausgestaltung – auch unter deutschem Recht.

Fazit

Fondspolicen sind keine „entweder-oder“-Lösung, sondern eine hochwertige Ergänzung zur klassischen Vermögensanlage – besonders für Anleger mit langfristigen Zielen, steuerlicher Optimierung und familiärer Weitsicht. Sie bieten mehr als Rendite: nämlich Struktur, Schutz und Generationenplanung.

Rente & Altersvorsorge im Koalitionsvertrag 2025

10. April 2025 in Allgemein, Altersvorsorge, Education, Vermögensanlage
🧓 Allgemeine Rentenpolitik
Rentenniveau: Das Rentenniveau soll gesetzlich bei 48 % bis 2031 abgesichert werden. Finanzierung erfolgt über Steuermittel. 2029 ist eine Evaluierung geplant​.
Frühstart-Rente: Einführung zum 01.01.2026 – zehn Euro monatlich für Kinder (6–18 Jahre) in ein privatwirtschaftliches Altersvorsorgedepot, steuerfrei bis Renteneintritt, Auszahlung erst ab Regelaltersgrenze​.
🏢 Betriebliche Altersvorsorge
Soll besonders in kleinen und mittleren Unternehmen sowie bei Geringverdienern gestärkt werden.
Fokus: Digitalisierung, Vereinfachung, Portabilität bei Jobwechsel​.
👵 Flexibler Renteneintritt & Aktivrente
Abschlagsfreier Renteneintritt nach 45 Beitragsjahren bleibt bestehen.
Finanzielle Anreize für längeres Arbeiten: Bis zu 2.000 € steuerfrei für Weiterarbeit über das gesetzliche Rentenalter hinaus.
Verbesserungen bei Hinzuverdienstgrenzen für Hinterbliebenenrente und Grundsicherung​.
👩‍💼 Selbstständige & Mütterrente
Neue Selbstständige sollen in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden (wenn sie keinem anderen Sicherungssystem angehören).
Mütterrente: Drei Rentenpunkte für alle Mütter, unabhängig vom Geburtsjahr der Kinder​.
📉 Reform der Riester-Rente
Umwandlung in ein neues, einfaches Vorsorgeprodukt ohne bürokratische Hürden und mit geringeren Kosten.
Ziel: bessere Förderung für kleine und mittlere Einkommen, eventuell in Form eines Standardprodukts​.
📄 Steuern & Rentner
Die Besteuerung von Rentnerinnen und Rentnern soll vereinfacht werden. Ziel: Entlastung von Erklärungspflichten​.

Warum der MSCI World keine weltweite Aktienanlage ist – und welche Risiken das birgt

26. Februar 2025 in Altersvorsorge, Investmentfonds, Vermögensanlage

Viele Anleger glauben, mit einer Investition in den MSCI World Index breit diversifiziert und global aufgestellt zu sein. Schließlich trägt der Index „World“ im Namen. Doch der Schein trügt: Der MSCI World ist keine wirklich weltweite Aktienanlage, sondern weist erhebliche regionale und strukturelle Klumpenrisiken auf.

  1. Die USA-Dominanz: Ein Schein von Globalität

Der MSCI World enthält rund 1.500 Aktien aus 23 Industrieländern. Das klingt zunächst nach breiter Streuung. Doch ein genauerer Blick zeigt: Über 65 % des Index entfallen auf US-Aktien. Länder wie Deutschland (ca. 2,5 %) oder Frankreich (ca. 3 %) spielen nur eine untergeordnete Rolle. Schwellenländer wie China, Indien oder Brasilien fehlen komplett, da sie nicht als Industrieländer eingestuft sind.

Risiko: Wer in den MSCI World investiert, setzt vor allem auf die US-Wirtschaft. Ein schwächerer Dollar oder eine Wirtschaftskrise in den USA könnte daher das gesamte Portfolio überproportional treffen.

  1. Branchenklumpenrisiko: Tech-Unternehmen dominieren

Die größten Positionen im MSCI World sind Unternehmen wie Apple, Microsoft, Nvidia oder Amazon. Der Tech-Sektor macht mittlerweile über 25 % des Index aus.

Risiko: Eine Krise im Technologiesektor würde den gesamten Index stark beeinträchtigen, da wenige Konzerne einen erheblichen Anteil am Gesamtwert haben. Eine wirklich ausgewogene Anlage sieht anders aus.

  1. Fehlende Schwellenländer – das Wachstum von morgen fehlt

Wichtige Märkte wie China, Indien oder Brasilien sind im MSCI World nicht enthalten. Dabei sind es gerade diese Regionen, die langfristig überdurchschnittliches Wachstumspotenzial haben.

Risiko: Anleger verzichten auf die Dynamik der Schwellenländer und könnten so langfristige Wachstumschancen verpassen.

Fazit: Der MSCI World ist ein guter Anfang, aber keine weltweite Lösung

Wer sich nur auf den MSCI World verlässt, investiert hauptsächlich in US-Tech-Giganten und ignoriert einen großen Teil der Weltwirtschaft. Eine wirklich globale Aktienanlage braucht eine breitere Streuung über Regionen, Branchen und Unternehmensgrößen hinweg.

Wie es besser geht, erfahren Sie hier.

Das 4-Faktoren-Portfolio: Ein wissenschaftlicher Ansatz für bessere Renditen

26. Februar 2025 in Altersvorsorge, Investmentfonds, Vermögensanlage

Viele private Anleger setzen mittlerweile auf ETFs, um kostengünstig und breit diversifiziert in den Aktienmarkt zu investieren. Doch wussten Sie, dass es eine noch effektivere Strategie gibt, die langfristig höhere Renditen erzielen kann? Das 4-Faktoren-Portfolio ist ein wissenschaftlich fundierter Ansatz, der auf der Finanzmarktforschung basiert und gegenüber einer einfachen ETF-Strategie einige Vorteile bietet. In diesem Artikel erklären wir, was es damit auf sich hat und warum es sich lohnt, diesen Ansatz zu berücksichtigen.

Die Basis: Fama und Frenchs Faktorenmodell

Die klassischen Kapitalmarkttheorien gingen lange davon aus, dass die Rendite einer Aktie hauptsächlich von der Marktentwicklung abhängt. Doch die Nobelpreisträger Eugene Fama und Kenneth French haben gezeigt, dass es weitere Einflussfaktoren gibt, die systematisch höhere Renditen liefern können. Ihr erweitertes Modell berücksichtigt vier entscheidende Faktoren:

  1. Marktfaktor (Beta)

Der Aktienmarkt als Ganzes bietet langfristig eine höhere Rendite als risikolose Anlagen wie Staatsanleihen oder Sparbücher. Dieser Effekt ist durch das allgemeine Marktrisiko begründet.

  1. Größenfaktor (Size)

Kleine Unternehmen (Small Caps) haben historisch betrachtet eine bessere Rendite erzielt als große Unternehmen (Large Caps). Dies liegt unter anderem daran, dass kleinere Firmen oft innovativer und wachstumsstärker sind, aber auch mit höherem Risiko verbunden sind.

  1. Wertfaktor (Value)

Unternehmen mit einem niedrigen Kurs-Buchwert-Verhältnis (Value-Aktien) schneiden langfristig besser ab als Unternehmen mit hohen Bewertungen (Growth-Aktien). Diese Papiere sind oft unterbewertet und profitieren von Marktkorrekturen.

  1. Profitabilitäts-/Qualitätsfaktor

Unternehmen mit hoher Profitabilität, stabilem Cashflow und soliden Fundamentaldaten erzielen langfristig bessere Renditen als Unternehmen mit niedrigerer Rentabilität.

Warum ist das 4-Faktoren-Portfolio klassischen ETFs überlegen?

Ein klassisches ETF-Portfolio bildet oft einen breiten Marktindex wie den MSCI World ab. Das bedeutet, dass es zwar diversifiziert ist, aber nicht gezielt die genannten Renditefaktoren nutzt. Hier einige Vorteile des faktororientierten Investierens:

  • Höhere erwartete Rendite: Durch gezielte Gewichtung auf Small Caps, Value- und Quality-Aktien lassen sich systematisch höhere Renditen erzielen.
  • Bessere Risikostreuung: Die vier Faktoren sind nicht perfekt korreliert, was das Portfolio widerstandsfähiger gegen Marktschwankungen macht.
  • Effiziente Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse: Anstatt blind auf den Markt zu setzen, wird eine Strategie genutzt, die auf jahrzehntelanger empirischer Forschung basiert.

Hier erfahren Sie, warum der MSCI World keine echte weltweite Aktienanlage ist:
Link

Umsetzung eines 4-Faktoren-Portfolios für private Anleger

Die gute Nachricht: Anleger können diesen Ansatz heute relativ einfach umsetzen, durch eine aktiv gemanagte Vermögensverwaltung, die gezielt Small Caps, Value- und Quality-Aktien gewichtet.

Fazit: Mehr Rendite durch wissenschaftlich fundiertes Investieren

Das 4-Faktoren-Portfolio bietet eine durch Forschung gestützte Möglichkeit, um langfristig eine bessere Performance zu erzielen als mit einem einfachen ETF-Portfolio. Durch die Berücksichtigung der Faktoren Small Cap, Value, Profitabilität und Markt kann die Rendite verbessert und das Risiko optimiert werden. Für Anleger, die mehr aus ihrem Geld machen wollen, lohnt es sich, diesen Ansatz näher zu betrachten.

Wenn Sie wissen möchten, wie Sie ein solches Portfolio in Ihre eigene Anlagestrategie integrieren können, lassen Sie sich gerne von mir beraten – denn clever investieren bedeutet, wissenschaftliche Erkenntnisse für sich zu nutzen!

Nachhaltig investieren: Wie Ihr Geld die Welt verändern kann

15. Februar 2025 in Altersvorsorge, Investmentfonds, Vermögensanlage

Haben Sie sich jemals gefragt, was Ihr Geld eigentlich tut, während es auf dem Konto liegt oder in Fonds schlummert? Finanzströme gestalten unsere Welt aktiv mit. Doch was, wenn Ihr Geld nicht nur Rendite bringt, sondern auch Positives bewirkt? Genau hier setzt nachhaltige Geldanlage in erneuerbare Energien an.

Verantwortung trifft Rendite

Stellen Sie sich vor, Ihr Kapital würde dazu beitragen, dass die Sonne mehr Strom erzeugt, der Wind saubere Energie liefert und Wasser unaufhörlich Turbinen antreibt. Photovoltaik, Wind- und Wasserkraft sind nicht nur die Energiequellen der Zukunft, sondern auch eine einzigartige Chance für Sie als Anleger. Denn nachhaltige Investments bieten nicht nur ein gutes Gewissen, sondern oft auch attraktive Erträge.

Warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist

Unsere Welt steht vor einem entscheidenden Wandel. Die Energiewende ist nicht mehr nur eine Vision, sie ist notwendig. Regierungen fördern erneuerbare Energien, Unternehmen investieren Milliarden, und die Gesellschaft fordert nachhaltige Lösungen. Wer jetzt einsteigt, profitiert nicht nur von finanziellen Chancen, sondern unterstützt aktiv eine lebenswerte Zukunft.

Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil

Immer mehr Menschen entscheiden bewusst, wem sie ihr Geld anvertrauen. Unternehmen, die in nachhaltige Energien investieren, sind zunehmend stabiler aufgestellt, unabhängiger von fossilen Rohstoffen und damit langfristig zukunftssicherer. Studien zeigen, dass nachhaltige Investments oft überdurchschnittliche Renditen erwirtschaften, da sie von Subventionen profitieren, geringere regulatorische Risiken haben und innovativen Technologien frühzeitig begegnen.

Ihr Beitrag zählt

Stellen Sie sich vor, Sie könnten eines Tages Ihren Kindern oder Enkeln erzählen: „Ich habe in eine Welt investiert, die euch eine saubere Zukunft sichert.“ Ihr Geld kann dazu beitragen, dass weniger Kohlekraftwerke gebaut werden, dass unsere Umwelt geschützt wird und dass die Energieversorgung sauberer, sicherer und bezahlbarer wird.

Handeln Sie jetzt

Die Zukunft kommt nicht von allein. Sie wird von Menschen geformt, die den Mut haben, neue Wege zu gehen. Werden Sie Teil dieser Bewegung. Lassen Sie Ihr Geld nicht einfach nur ruhen – lassen Sie es wirken!

Investieren Sie in erneuerbare Energien und profitieren Sie von einer nachhaltigen, sicheren und profitablen Geldanlage. Kontaktieren Sie uns noch heute und erfahren Sie, wie auch Sie Ihr Geld sinnvoll anlegen können!

Bundeswirtschaftsminister Habeck sorgt für Aufregung

18. Januar 2025 in Altersvorsorge

Robert Habeck, der amtierende Wirtschaftsminister der Bundesrepublik Deutschland, hat mit seinem Vorschlag zur Einführung von Sozialabgaben auf Kapitalerträge für Aufregung gesorgt.

Aufgeregt können jedoch nur die sein, die sich bisher nicht mit den politischen Zielen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beschäftigt haben. Es ist schon lange nachzulesen, dass BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nicht nur sämtliche Einkunftsarten der Pflicht zur Sozialversicherung unterwerfen wollen, sondern auch für eine generelle Pflicht zur Sozialversicherung für alle Bürger eintreten.
Zudem handelt es sich um eine Partei, die Gefallen an einer staatlich gelenkten Planwirtschaft und kein Interesse an selbstständig handelnden Bürgern hat. 

Das Robert Habeck jetzt kurz vor der vorgezogenen Bundestagswahl am 23. Februar 2025 das Thema in den Vordergrund rückt, hat nun aber offensichtlich auch diejenigen erreicht, die bisher nicht genau genug zugehört oder gelesen haben.

Die Kernaussage, die für Aufregung sorgt, ist die Ankündigung, man wolle Kapitalerträge (Zinsen und Dividenden) der Beitragspflicht zur Sozialversicherung unterwerfen. In einer Zeit, in der immer mehr Menschen privat durch die Anlage in Aktien und ETF für das Alter vorsorgen, kommt diese Aussage natürlich gar nicht gut an.
Zumal keine Aussage darüber getroffen wurde, wen es betreffen soll.

Erst Tage später versuchte die Partei, das Thema einzufangen. Es gehe ja gar nicht um den kleinen Sparer, sondern richte sich nur an Menschen, die nur von ihren Kapitalerträgen leben würden.
Das rief aber noch mehr Aufregung hervor, denn es wurden nach wie vor keine konkreten Zahlen genannt.

Die Idee ist natürlich nicht durchdacht. Sie zeigt viel mehr, dass BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN noch immer glauben, dass sich die Sozialversicherungssysteme über demografische Veränderungen hinwegsetzten können, wenn man nur genug Geld in das System pumpt. Das wird nicht funktionieren. Tote Pferde lassen sich nicht mehr reiten. 

Erwischen wird man mit diesem Plan insbesondere Menschen, die jetzt unter 40 Jahre sind und privat für ihre Rente vorsorgen, weil sie verstanden haben, dass das gesetzliche Rentenversicherungssystem in seiner jetzigen Form am Ende ist. Und natürlich auch die, die bereits älter sind und seit Jahren privat sparen.
Diesen Menschen wird man, sollten die Pläne umgesetzt werden, ein Fünftel ihrer Rendite wegnehmen.
eine Rendite, die mit bereits versteuertem Einkommen erzielt wurde.

Die sehr vermögenden Menschen werden von der Regelung nicht betroffen sein. Sie haben ihre Vermögenswerte z. B. in vermögensverwaltenden GmbH liegen, die nicht der Sozialversicherungspflicht unterliegen.

Nicht allzu sicher sollten sich Beamtinnen und Beamte und Selbstständige sein. Diese unterliegen zwar nicht der Sozialversicherungspflicht, das kann man aber ändern.

Wer verstanden hat, dass es keine Alternative zu einer privaten Altersvorsorge gibt, ist jetzt natürlich aufgeschreckt.
Ich rate allerdings dazu, ruhig zu bleiben.
Erstens sind BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN von einer relativen Mehrheit im Bundestag zum Glück so weit entfernt wie die Erde von der Sonne und zweitens wird es Ausweichmöglichkeiten geben. Genauer gesagt gibt es diese, übrigens völlig legal, bereits jetzt. Aber darauf sollen Herr Habeck und seine Partei selbst kommen.

Also, Ruhe bewahren, weiter Geld anlegen oder gerade jetzt damit anfangen.