Plan für den Notfall

Haben Sie eigentlich einen Handlungsleitfaden für Ihren Partner und Ihre Kinder, sollte ein Notfall (ein plötzlicher Unfall oder eine schwere Krankheit) eintreten?

Wer regelt Ihre Angelegenheiten, wenn Sie es nicht mehr können?

Haben Sie Ihren eigenen Willen schriftlich formuliert, aktuell und rechtssicher?

Wissen Ihre Vertrauenspersonen, was Ihnen wichtig ist?
Sind alle wichtigen Unterlagen sicher aufbewahrt und wissen Ihre Angehörigen, wo diese zu finden sind?

Es geht um die Entlastung Ihres Partners und der Kinder, sollte der Notfall eintreten. Außerdem sollte man auf die wichtigen Dokumente schnell und von überall und zu jeder Zeit Zugriff haben.

Verhindern Sie die gesetzliche Vormundschaft!

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Warum sollte man eine Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung haben?

Was passiert eigentlich, wenn der Notarzt gerufen werden muss?

  1. Der Notarzt versorgt sofort vor Ort den Patienten.
  2. Auf dem Weg ins Krankenhaus wird das Betreuungsgericht informiert.
  3. Das Betreuungsgericht fragt beim Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer (ZVR) an, ob es für den Patienten eine Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung gibt.
  4. Wenn die Dokumente beim ZVR registriert sind, informiert das Betreuungsgericht die Bevollmächtigten. Diese können sofort tätig werden und im Sinne des Patienten Entscheidungen treffen.
  5. Wenn keine Dokumente beim ZVR registriert sind, setzt das Betreuungsgericht einen gesetzlichen Betreuer ein, der meistens ein fremder Mensch ist. Es ist oftmals keine Zeit, erst die Angehörigen ausfindig zu machen. Dieser fremde Betreuer entscheidet nun in Absprache mit den Ärzten medizinische Maßnahmen und Therapien.
  6. Nachdem die medizinische Versorgung geregelt ist, kümmert sich der Betreuer sofort um die Finanzen und das Vermögen des Patienten. Er muss dem Betreuungsgericht über alle finanziellen Schritte Rechenschaft ablegen.

Es gibt immer mehr Situationen, in denen man als Ehe-/Lebenspartner nicht für den anderen entscheiden kann. Auch nicht als Kind für die Eltern. Das betrifft die Bereiche Gesundheit, Aufenthalt, Finanzen und der Umgang mit Behörden, der Post etc.

Immer mehr Kliniken und Krankenhäuser gehen inzwischen dazu über, im Aufnahmebogen nach dem Vorhandensein von Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen zu fragen.

Es gibt immer mehr Gerichtsurteile, weil es entweder gar keine Patientenverfügungen gibt oder diese zu unkonkret formuliert sind. In dem BGH-Urteil aus 2016 (BGH, AZ XII ZB 61/16) hat der BGH entschieden, dass die vorliegende Patientenverfügung zu unbestimmt war und nicht ausreichend, um die künstliche Ernährung der Patientin einzustellen.

Man sollte seinen Willen und seine Wünsche im geschäftsfähigen Zustand äußern. Voraussetzung dafür ist, dass man sich schon damit auseinander gesetzt hat, ob man lebensverlängerte oder –verkürzende Maßnahmen möchte, wem man vertraut und wen man bevollmächtigt, diesen Willen durchzusetzen.

Seit 2009 ist es gesetzlich geregelt, dass der Inhalt einer Patientenverfügung verbindlich ist. Der Patientenwille muss klar und deutlich für die jeweilige Behandlungssituation erkennbar sein.

Es ist empfehlenswert, die Vollmachten und Verfügungen in regelmäßigen Abständen zu aktualisieren. Eventuell ändert sich die persönliche Situation oder die Ansichten und außerdem gibt es inzwischen ca. alle 2-3 Jahre gesetzliche Änderungen.

Es wird empfohlen, keine eigenen Formulierungsversuche vorzunehmen und auch kein Ankreuzverfahren von Formularen aus dem Internet zu verwenden. Das ist alles nicht rechtssicher und zu unkonkret.

Welchen Sinn haben solche Dokumente?

  • Der Arzt und die Angehörigen (Bevollmächtigten) sollen es möglichst einfach haben, über medizinischen Behandlungen zu entscheiden und im Sinne des Patienten zu handeln.
  • Die Angehörigen und auch den behandelnden Arzt kann man somit entlasten.
  • Es soll kein fremder Betreuer eingesetzt werden, der über die Gesundheit und die Finanzen/das Vermögen entscheidet.

Ihre Vorteile:

  • Sie müssen nicht zum Rechtsanwalt oder Notar. Die Vorsorgedokumente werden von zu Hause per Formular beantragt.
  • Durch Sammelkonditionen können die Dokumente preiswerter als beim Rechtsanwalt erstellt werden.
  • Die Rechtssicherheit der Unterlagen wird durch die Anwaltskanzlei gewährleistet, die die Dokumente erstellt.
  • Gegebenenfalls übernimmt einen Teil der Kosten für die Erstellung der Dokumente die Rechtsschutzversicherung (das ist individuell zu prüfen).
  • Damit die Dokumente zu jeder Zeit auffindbar und verfügbar sind, werden sie zentral eingelagert. Ein 24-Stunden-Service das ganze Jahr über garantiert die schnelle Zusendung vorab per Email an den behandelnden Arzt. Am Folgewerktag werden die Dokumente per Post an die Bevollmächtigten geschickt (dem Bevollmächtigten liegt eine beglaubigte Kopie vor).
  • Durch die zentrale Einlagerung können die Dokumente nicht in falsche Hände geraten und sind sicher vor Verlust durch Diebstahl oder Elementarschäden geschützt.
  • Durch den jährlichen Updateservice werden die Dokumente aktuell gehalten.
  • Es gibt regelmäßige (kostenfreie) Aktualisierungen an veränderte Rahmenbedingungen.
  • Es wird eine Handlungsanleitung für den Notfall für die Bevollmächtigten durch den Notfallordner und den Notfallplan zur Verfügung gestellt (kostenpflichtig).
  • Kein fremd eingesetzter Betreuer kann die Versicherungsverträge kündigen, löst die Kapitalanlagen auf oder verkauft einfach die Immobilie. Man hat durch die Vollmachten jederzeit die Verfügungsgewalt über die Bankkonten und Depots geregelt.
  • Kein fremd eingesetzter Betreuer bestimmt den Aufenthaltsort (z.B. ob zu Hause, im Pflegeheim, o.ä.) oder über die medizinischen Behandlungen.

Wir bieten Ihnen die Vermittlung von:


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